Ich als Grieche

2019-11-23T22:48:12+01:00 23.11.2019|

Zunächst: Diese Überschrift darf ich in Anlehnung an den wunderbaren Titel des Erzählbandes eines wunderbaren Kollegen (Jakob M. Perschy – Ich als Russe) entlehnen.

Zweitens beschränkte sich meine Beziehung zu Griechenland bislang auf zwei Wochen Maturareise auf der Insel Ios, Juni 1996, hauptsächlich zugebracht in der Austria-Bar, wo ich spätnachts so unglücklich gegen die grob verputzte Mauer fiel, dass sie mir einen Arzt aus dem Bett rausgeläutet haben, der sich dann um meinen linken Ellbogen kümmerte und danach hab ich nie wieder was von ihm gehört. Ich bin mir gar nicht sicher, ob es diesen Arzt überhaupt gibt. Aber vielen Dank von dieser Stelle aus! Und dem übrigen Griechenland sei versichert, dass ich es als Land natürlich auch sehr schätze.

Worum es eigentlich geht: Der tolle griechische Verlag Vakxikon aus Athen und sein umtriebiger Leiter Nestoras Poulakos brachten soeben in der Reihe Young Poets eine Anthologie österreichischer Lyrik heraus. Über Vermittlung des P.E.N.-Club Österreich und herausgegeben von dessen Präsidenten Helmuth A. Niederle und Elisabeth Erler konnte zu meiner großen Freude und Ehre auch ich dazu einige kurze Texte beisteuern.

Und damit wurden Klassiker wie mein Lieblingstext Bin ich hier oder eines meiner jüngeren Gedichte (mit dem bewegenden Titel Auto geht nicht – siehe Bild unten) erstmals und sensationellerweise ins Griechische übersetzt. Da dürfen sie nun stehen, Seite an Seite mit den Texten so lieber Kolleginnen und Kollegen wie Michael Beisteiner, Mario Keszner, Sophie Reyer, Christian Teissl, Marlies Thuswald, Katharina Tiwald und Cornelia Travnicek.

Vielen Dank!