Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Jugend!
Wir wenden uns auf diesem Weg in einer möglichen Ausnahmesituation an Sie, wobei darauf hingewiesen werden darf, dass dieses Flugblatt keinesfalls die bereits bestehende Verunsicherung befeuern, sondern vielmehr zur Aufklärung beitragen soll.
Wie Ihnen bereits bekannt sein dürfte, hat sich in unserer Region zuletzt eine Häufung beunruhigender und teils erschreckender Ereignisse ergeben. Angesichts zahlreicher Augenzeugenberichte, aufgrund der Auswertung von Videoaufnahmen und nach eingehenden Beratungen kommen die Sicherheitsbehörden nicht umhin, den Ursprung dieser Ereignisse als WERWOLF zu bezeichnen (der Einfachheit halber und aus Gründen der historischen Überlieferung wird hier die männliche Form verwendet).
Selbstverständlich ist man sich dessen bewusst, dass eine derartige – wohlgemerkt noch nie dagewesene – Gefahrenlage nicht letztgültig örtlich beschränkt werden kann, man darf aber zur Ansicht kommen, dass auch ein Werwolf irgendwo wohnen muss, weshalb die Warnung vorerst und bis zur weiteren Klärung auf die Bezirke Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf beschränkt wird.
Bitte weisen Sie auch Gäste von auswärts auf die möglichen Gefahren nächtlicher Spaziergänge etc. hin. Sollten Gäste von auswärts verdächtig erscheinen oder körperliche Auffälligkeiten aufweisen (muskulöser Körperbau, übermäßiger Haarwuchs, wundersames Verhalten), dann bitten wir Sie, die nächste Polizeidienststelle zu informieren. Werden Sie keineswegs selbst tätig, wenden Sie sich stets an die Behörde!
Bleiben Sie, wenn möglich, nach Einbruch der Dunkelheit generell zuhause, insbesondere aber in den bevorstehenden Vollmondnächten am 3. Jänner („Supermond“), am 2. Februar und am 3. März! Sollten Sie sich abends oder nachts im Freien aufhalten, dann bevorzugt in Gruppen und in der Nachbarschaft (wobei aus Gründen der Vollständigkeit darauf hingewiesen werden muss, dass auch Ihre Nachbarin / Ihr Nachbar besagter Werwolf sein könnte). Selbiges – der Aufenthalt in Gruppen und in der Nachbarschaft – gilt ebenso für abendliches Gassigehen; achten Sie auf Ihre Vierbeiner.
Eine wichtige Anmerkung in diesem Zusammenhang: Von Zusammenrottungen und Jagdgesellschaften (sogenannten „Mobs“) ist abzusehen!
Zu guter Letzt: Sollten Sie selbst besagter Werwolf sein, so bitten wir um ehestmögliche Selbstanzeige bei der nächsten Polizeidienststelle und um Kontaktaufnahme mit Ihrer Bezirkshauptmannschaft. Wir appellieren sowohl an Ihre Menschlichkeit, als auch an Ihre BürgerInnenpflicht und erinnern auf diesem Weg an die gesetzlichen Bestimmungen, die es jedem und jeder von uns zweifelsfrei verbieten, MitbürgerInnen zu verletzen und/oder zu verspeisen.
Seien Sie kein Wolf, seien Sie eine/r von uns!
In aufrichtiger Partnerschaft, Ihre Frau Bürgermeister
Verwandlungs-Beispiel:


